Um dem Mangel an Wohnraum in Schwarzenberg zu begegnen, wurde 1973 der Grundstein für ein Neubaugebiet an der Eibenstocker Straße gelegt. Nach und nach entstand innerhalb weniger Jahre ein ganzer Stadtteil in der damals wegen der geringen Kosten und der effektiven Bauweise verwendeten industriellen Plattenbauweise. Noch bevor das Wohngebiet den Namen „Wilhelm Pieck“ erhielt, wurde 1975 eine neue Oberschule, die spätere POS „Hans Beimler“, eröffnet. An den Vorbereitungen hatten sich auch Schülerinnen, Schüler und Eltern der Schwarzenberger EOS beteiligt.
Der Typenbau mit der Bezeichnung „Chemnitz“ wurde in dieser Form von 1971 bis 1980 in zahlreichen Orten auf dem Gebiet des heutigen Freistaats Sachsen errichtet. Das viergeschossige, voll unterkellerte Gebäude mit einer Nutzfläche von knapp 2500 Quadratmetern, zwei Treppenhäusern und einer Hausmeisterwohnung enthielt 26 Unterrichtsräume für 720 Schülerinnen und Schüler.
Der bis 1992 als zehnklassige Polytechnische Oberschule genutzte Bau, neben dem bald die spätere POS „Paul Günther“ und eine Sporthalle entstanden, wurde nach der Einführung des bundesdeutschen Schulsystems als Haus 2 des Bertolt-Brecht-Gymnasiums zunächst für die Klassenstufen 5 bis 10 genutzt. Heute lernen Schülerinnen und Schüler bis zur 9. Klasse an diesem Standort.
Im Schuljahr 2002/2003 erfuhr das Gebäude eine umfangreiche Rekonstruktion, bei der die Fassade ihre heutige Gestalt erhielt. Der gegenüber dem Haupteingang gelegene Sportplatz wurde 2010 zu einem modernen Sportkomplex umgestaltet. Vier Jahre später erfuhr auch der zur Eibenstocker Straße gelegene Schulhof eine umfangreiche Erneuerung. Im Schuljahr 2024/25 wurde das Dach umfassend saniert.